Pilotstudie zur Replikationsstudie zur Erfassung des Bedarfs an Unterstützter Kommunikation an niedersächsischen Schulen mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung

 

Was aber geschieht, wenn es für manche Personen keinen Zugang zur Sprache gibt und dadurch sogar der Zugang zur Kommunikation, einem humanen Grundbedürfnis, erschwert ist?

Die Rede ist von Kindern ohne oder mit wenig Lautsprache.

Diese Kinder bedürfen Unterstützter Kommunikation, gleich welcher Ausprägungsform.

Unterstützte Kommunikation ist, seit sie in Deutschland bekannt wurde, ein tendenziell der Behindertenpädagogik mit dem Förderschwerpunkt körperlich-motorische Entwicklung (= KME) zugeordneter Bereich; Hauptaugenmerk der Literatur zu diesem Thema, sowie aktuelle Forschungen behalten eben diese Ausrichtung bei. Nur wird so außer Acht gelassen, dass es ebenfalls an der Schule für Kinder und Jugendliche mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung einen nicht minder großen Bedarf an Unterstützter Kommunikation gibt. Zwar treten diese beiden Bereiche nicht selten gekoppelt auf, wenn Behinderungsarten kumulieren, aber dennoch soll der Fokus dieser Arbeit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung und der Nutzung von Unterstützter Kommunikation in diesem Bereich gelten, weil in diesem Ressort eine große Forschungsnotwendigkeit besteht, was alleine dadurch belegt sein sollte, dass es keine länderspezifischen Zahlen für Niedersachsen gibt, was den Bedarf an Unterstützter Kommunikation an Förderschulen mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung (=GE) anbelangt.

In Anlehnung an die bundesweite von Boenisch durchgeführte Studie an Förderschulen KME führt die Universität Oldenburg, näher der Fachbereich der Sonderpädagogik, eine niedersachsenweite Studie an Förderschulen GE und Tagesbildungsstätten durch. In diesem Zuge sollen nicht nur bedarfsaufklärende Zahlen bezüglich der Population der kaum sprechenden Schüler und Schülerinnen (=SuS) geliefert werden, sondern die Studie soll ferner Aufschluss darüber bringen, inwieweit die Förderung im Sinne der Unterstützten Kommunikation (=UK) an niedersächsischen Schulen etabliert ist und wie die Förderung umgesetzt wird. Es handelt sich also um eine quantitative Studie, deren Daten zunächst deskriptiv ausgewertet und anschließend interpretiert werden.

Die vorliegende Masterarbeit ist eine Pilotstudie zur niedersachsenweiten Replikationsstudie, die an Förderschulen GE und Tagesbildungsstätten durchgeführt wird und sie wird zeigen, ob und inwiefern die bislang entwickelten Hypothesen bezüglich der Ergebnisse zutreffend sind oder gegebenenfalls modifiziert werden müssen. Hierzu wurden die Fragebögen in sieben Förderschulen und Tagesbildungsstätten appliziert, deren Antworten den hier behandelten Datensatz ausmachen.

Diese Masterarbeit wurde 2010 im Studiengang Sonderpädagogik an der Universität Oldenburg verfasst.

inhalt.gifInhaltsverzeichnis der Arbeit

buch.gifgesamte Arbeit (pdf-Format)